Vasovasostomie: Informationen zum Rückgängigmachen der Sterilisation

Das Thema Vasovasostomie steht meistens dann im Raum, wenn bereits sterilisierte Männer einen Kinderwunsch hegen. In einer mikrochirurgischen Operation besteht die Möglichkeit, die Durchgängigkeit der Samenleiter wieder herzustellen. Somit gibt es die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Fertilität und einer möglichen Schwangerschaft.
Die Zahl der durchgeführten Vasektomien in Deutschland liegt in etwa zwischen 30.000 und 50.000 Operationen jährlich, mit durchaus steigender Tendenz. Oftmals sind es Familienväter, die sich für diese Form der Verhütung entscheiden oder Männer, die sich vorerst sicher sind, keine Kinder zeugen zu wollen. Etwa 5-10% dieser Männer fassen später den Entschluss für ein Rückgängigmachen der Sterilisation, also für eine Vasovasostomie. Die auch unter dem Begriff Refertilisierung des Mannes bekannte Sterilisationsumkehr wird von Männern u.a. dann in Betracht gezogen wenn:

•    Eine neue Partnerschaft mit Kinderwunsch besteht
•    Bei Tod eines Kindes und erneutem Kinderwunsch zum späteren Zeitpunkt
•    Bei Entzündungen oder Fehlbildungen der Samenleiter.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen Eingriff der Mikrochirurgie, da der Durchmesser eines Samenleiters in etwa 3-5 mm beträgt. Das sogenannte Lumen, also die innere Schicht der Samenleiter, misst sogar nur ungefähr 0,3- 0,5 mm. Ein ausführliches Vorgespräch mit dem operierenden Arzt bringt dem Patienten Klarheit über den Eingriff. Hier werden die Möglichkeiten und der Ablauf wie auch eine Vorhersage der Erfolgschancen einer Rekanalisationsoperation besprochen. Für Transparenz- und Aufklärungszwecke sind die Partnerinnen bei diesem Gespräch herzlich mit eingeladen.

Die Refertilisierung beim Mann findet unter Vollnarkose statt, da bei dem Eingriff ein Mikroskop mit 20facher Vergrößerung verwendet wird und dem Operateur sehr viel Feingefühl und Operationserfahrung abfordert. Eine Bewegung des Patienten unter Lokalanästhesie könnte den Eingriff nicht möglich machen. Die Operationszeit beträgt in etwa 2-4 Stunden. In Vorbereitung dürfen 5 Tage im Vorfeld keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden. Am OP-Tag selbst werden nach Öffnung der Hodensackhaut durch einen kleinen Schnitt die Samenleiterenden freigelegt. Die vernarbten Endstücke werden entfernt, so dass frische Schnittstellen für die Wiedervereinigung zur Verfügung stehen. Zunächst erfolgt die Durchgängigkeitsprüfung von dem vom Nebenhoden kommenden Strang. Tritt Samenflüssigkeit aus, wird diese sofort auf den Gehalt von Samenzellen und deren Fließfähigkeit überprüft. Das von der Harnröhre kommende Ende wird mit kochsalzhaltiger Lösung durchgespült. Sind alle Ergebnisse positiv, so werden die beiden frischen Enden in einem mehrschichtigen Verfahren miteinander verbunden. Dieser Vorgang wird Vasovasostomie bezeichnet. Fällt die Prüfung negativ aus, so wird bei der sogenannten Tubulovasostomie das in Richtung Harnröhre verlaufende Ende direkt mit dem Nebenhoden verbunden. Ob eine Tubulovasostomie erfolgen muss, wird während der Operation entschieden.

Aufgrund des geringen Durchmessers des Samenleiters wird für das Verbinden nur sehr dünnes Fadenmaterial verwendet. Der getätigte Schnitt am Skrotum wird wieder vernäht. Die Rekanalisation muss beidseitig erfolgen. Der Patient kann, bei Wahl einer ambulanten OP, nach dem Aufwachen und entsprechender Kontrollzeit die Klinik wieder verlassen.

Die Spezialisten vom Klinikum Dortmund, Prof. Dr. Truß und Dr. Kreutzer, können zu dem Thema Vasovasostomie / Tubulovasostomie detaillierte Angaben machen. Wenn auch Sie aus Dortmund kommen und über eine Sterilisationsumkehr nachdenken, werden Sie im Vasovasostomie-Zentrum Dortmund ausführlich u.a. zum Eingriff, zu den Kosten und den Schwangerschaftswahrscheinlichkeiten beraten (Kontakt aufnehmen).

Vasovasostomie-Experten: Das Netzwerk und Informationsportal zur Refertilisierung (Mann)

Im Netzwerk der Vasovasostomie-Experten werden Informationen dargelegt, die sich rund um das Thema der Refertilisierung beim Mann drehen. So werden Gründe, Kosten, Risiken und selbstverständlich der Eingriff und seine Erfolgswahrscheinlichkeiten angesprochen.

Besonders hervorzuheben sind die Kompetenzstandorte des Netzwerks, die in Deutschland regional verteilt liegen. Dies sind Kliniken / Praxen, an denen der sehr aufwendige und mikrochirurgische Eingriff der Vasovasostomie spezialisiert durchgeführt wird. In Dortmund konnte die Urologische Klinik des Klinikums Dortmund als Mitglied gewonnen werden. Prof. Dr. Truß und Dr. Kreutzer sind hier die Ansprechpartner. Andere Strandorte des Netzwerkes finden Sie unter:

Vasovasostomie–Experten Netzwerk